FUEV - Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen

Im Jahre 1959 wurde die Föderalistische Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) in Versaille gegründet. Diese größte Dachorganisation autochthoner Volksgruppen in Europa umfasst 86 Organisationen aus 32 Ländern. Sie fördert Minderheiten, die ihre Kultur und Sprache beibehalten wollen.

Der Kroatische Kultuverein ist jahrelanges Mitglied der FUEV und ist auch die Vertretung der Kroaten aus Österreich in der FUEV. Der Kroatische Kulturverein stellt auch ein Mitglied im Vorstand. Frau Mag. Zlatka Gieler ist stellvertretende Vorsitzende der FUEV.

Die Vertreter der FUEV sind immer den Weg des Dialoges zwischen den Minderheiten und den Staaten mit dem Ziel gegangen, damit deren Rechte auch international anerkannt werden. Viele Gespräche wurden geführt, bis die FUEV einen offiziellen Status beim Europarat in Strassbourg und bei anderen internationalen Organisationen erlangte.

Im September 2009 formierte sich ein überparteiliches Gremium im Europaparlament. In Zukunft werden sich die Vertreter der FUEV regelmäßig mit den Parlamentariern treffen und Minderheitenthemen diskutieren.

Die FUEV hat sich an führede Politiker gewandt, um auf die Tatsache hinzuweisen, dass sich Europe in ein Europa der Regionen entwickelt. In vielen Regionen gibt es ein positives Klima im Zusammeleben zwischen Mehrheit und Minderheit. Andererseits ist festzustellen, dass immer mehr Volksgruppen gegen den starken Assimilationsdruck kämpfen müssen, um als Volksgruppe zu überleben. Manche dieser Konflikte könnten im Dialog geklärt oder entschärft werden. Hier kann die FUEV als Partner einen wichtigen Beitrag leisten.

FUEN2011 Jedes Jahr findet der FUEV-Kongress in einem anderen Land bei einer anderen Volksgruppe statt (siehe die Berichte in der Zeitschrift Glasilo).

Im Juni 2011 fand der FUEV-Kongress auf Einladung des Kroatischen Kulturvereines bei den Kroaten in Österreich in Eisenstadt statt. Zu den Hauptthemen gehörten die Situation der Volksgruppen in Österreich (samt Novelle des Volksgruppenrechtes) und die Lage der Roma in Europa.